Walnussbäume

Auf dieser Website findet ihr viele -vermutlich nützliche- Informationen rund um Walnussbäume.

Alle Informationen wurden aus diversen Quellen im Internet oder Büchern entnommen. Auch Erfahrungswerte meinerseits fließen mit ein.

Generell:

Juglans Regia - so der lateinische Name- stammt aus etwas südlicheren Gegenden, kann aber in Mitteleuropa als heimisch angesehen werden. Schon die alten Römer sollen bereits erste Nüsse zu uns mitgebracht haben.

Wenn man sich ein wenig durch das Internet sucht findet man hier echt viele Fakten dazu.  Ich habe folgend versucht hier kurz ein paar wichtige Dinge zusammenzutragen.

 

Der Baum an sich:   Walnussbäume brauchen mehr Platz als alle anderen "Obstbäume".  Nur ganz große alte Birnenbäume und sehr groß geratene Kirschbäume können ab und zu von der Größe her annähernd mithalten.  Es gibt einzelne Exemplare die nicht so riesig werden - die Regel ist das aber nicht.  Es soll daher gut bedacht werden wo man einen Walnussbaum pflanzt. Unser Baum z.B. hat 18 Meter Kronendurchmesser.  Man erhält irgendwann jede Menge Nüsse aber auch ganz ganz ganz viel Laub jedes Jahr....     Der Nussbaum liebt Sonne und gut durchlüftete Standorte, so dass das Laub nach Regen oder feuchtem Wetter schnell abtrocknen kann.  Dann ist der Baum auch weniger anfällig für Krankheiten.

Hier ein Bild von unserem großen Baum im Spätherbst in der Abendsonne:      

Zuschneiden: Nussbäume brauchen keine Schnittmassnahmen. Will man einen Walnussbaum aber doch zuschneiden so soll das auf keinen Fall im Winter erfolgen.  Der Baum wird dann unweigerlich massiv "bluten" , und weil der Baum im Winter "Pause" hat wächst die Wunde auch so schnell nicht zu.  Es empfiehlt sich nach Angabe mehrerer Quellen die Schnittmassnahmen auf "Mitte des Sommers" zu verlegen weil dann der Baum voll im Wachstum ist und die Wunde auch direkt noch anfängt zu verwachsen.

Standort:  Grundsätzlich mögen Walnussbäume keine all zu feuchten Standorte. Wenn der Grundwasserspiegel aber nicht all zu tief ist macht das scheinbar nichts. Ich habe auch schon etliche Bäume an Bachrändern gesehen.  Höhenlagen bis 800m oder höher sind möglich, hier sollte aber die Sortenauswahl stärker bedacht werden. Auch der Zeitpunkt des Austriebs im Frühjahr ist sehr unterschiedlich.  Steht der Baum in einem Spätfrostgefährdetem Gebiet und dann noch in einer Tal-Senke ist die Gefahr größer, dass im Frühling ein "Spätfrost" die neuen , frischen Triebe schädigt. Hat man also die Wahl, sollte ein Walnussbaum immer möglich auf einem "etwas höher gelegenen Standort" gepflanzt werden . 2016 hatte unser Baum nur an den oberen 3-4 Metern Nüsse dran . Alles unten rum war im Frühjahr erfroren. Es war scheinbar auf Höhe von 2/3 des Baumes etwa die Grenze wo sich die kalte Luft am Boden abgesetzt hatte.  Erwischt ein Frost den Walnussbaum im Frühling nach erfolgtem Austrieb, wird es so sein, dass deswegen die Ernte in dem Jahr ausfällt oder sehr dezimiert ist. Der Baum an sich steckt das weg, treibt aus weiter hinten liegenden Knospen neu aus , macht aber dann meist keine Blüten mehr und wenn doch mangelt es dann meistens an geeigneten Pollenspendern zur Befruchtung der Blüten. Somit landen wir beim nächsten Thema:  

 

Zur Blüte / Befruchtung:  Junge Sämlings-Bäume brauchen oft bis zu 15 Jahre oder noch länger, bis die ersten Früchte zu erwarten sind. Bei veredelten Bäumen ist das anders.  Hier ist bereits innerhalb von 3-5 Jahren mit ersten einzelnen Nüssen zu rechnen. Auch ist der Austrieb von "Edelsorten" meist später und somit der Baum etwas weniger Spätfrostgefährdet.

Jeder ältere Baum macht  "Kätzchen" mit männlichen Pollen und "kleine weibliche Mini-Nuss-Blüten". Siehe Bilder:

                   

Oft sind an einem Baum die männlichen Pollenkätzchen und die weiblichen Mini-Nüsse so weit zeitlich versetzt, dass der Baum sich nicht selber befruchten kann.  Es ist dann im Umkreis von ca. 300-500 Metern ein weiterer Walnussbaum erforderlich der entsprechend versetzte Blütezeitpunkte hat.  Das klappt zumeist recht gut, sollte aber nicht ganz ausser Acht gelassen werden wenn man vor hat einen Nussbaum zu pflanzen und weit und breit keine weiteren Bäume vorhanden sind.  Bei den "Edelsorten" sind die Blütezeitpunkte bekannt und es können ggf. zwei Bäume gepflanzt werden die sich gegenseitig gut ergänzen. Siehe Grafik:

                                                         

 

Und weil in einer Nuss dann meistens die Gene der Blüte vom Mutterbaum und die der "unbekannten Polle" stecken sind die meisten Bäume nicht "Kern-Echt" - was das bedeutet ist hier zu finden:            Sorten , Edelsorten , Sämlinge